Liebe Mitflieger,

 

Im letzten Herbst habe ich ein faszinierendes Schauspiel am Himmel beobachten können:

Hunderte, ja vielleicht Tausende von Kranichen versammelten sich, um auf günstige Aufwinde für ihren Weiterflug zu warten.

 

Zuerst herrschte scheinbar das reinste Chaos. Mit lauten Rufen flogen alle durcheinander, immer neue kamen hinzu, wie eine dunkle Wolke sah der Vogelschwarm aus.

 

Doch nach und nach formierten sie sich zu den vertrauten Mustern, setzten schließlich so ihren Zug gen Süden fort, und es herrschte wieder Stille.

Und mit einem Mal kam mir der Gedanke, dass sich bisweilen in meinem

Kopf etwas ganz Ähnliches abspielt wie dort oben am Himmel:

 

Anfangs sind es nur scheinbar wirre Ideen,

die mir im Kopf herumschwirren,

die mich unablässig beschäftigen,

ungeordnet und chaotisch,

Gedanken, die kommen und gehen,

zu neuen Gedanken führen,

Formen bilden und sich wieder auflösen,

bis sich dann doch eine klare Linie herausbildet,

bis ich sie in Worte fassen

und aufschreiben kann,

 

loslassen,

 

weitergeben -

 

in der Hoffnung, dass sie irgendwo ankommen,

jemanden berühren,

einen neuen Denkprozess auslösen...

 

... und vielleicht wieder zu mir zurückkehren,

in neuer Form,

mit neuen Anstößen.

 

Darüber würde ich mich sehr freuen.

 

Eure Eva

 

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